Irgendwas Absurdes mit Bären.

Der gaggobraune Butzlibär
sitzt traurig vor dem Sturmgewehr
– er kann nicht mehr.

Die vielen Butzlibärensorgen
und schwarzgemalten Bärenmorgen
sind ihm zur grossen Last geworden.

Der Butzlibärentherapeut,
ob seines Zustands nicht erfreut,
empfiehlt ihm den Besuch erneut.

Der Butzlibär jedoch bleibt fern,
reist mit dem schnellen Zug nach Bern
und kauft sich dort ein Sturmgewehrn.

Beim Butzlibärenbärengraben
befällt ihn grosses Unbehagen,
es schlägt ihm auf den Bärenmagen.

So legt der Butzlibär gleich dann
das Sturmgewehr zum Schiessen an:
„ratatatamm, ratatatamm“.

Der gaggobraune Butzlibär,
seiner Selbst so gar nicht mehr,
verübt ein wüstes Massaker.

D‘rum sitzt der traur’ge Butzlibär
jetzt reuig vor dem Sturmgewehr
und kann nicht mehr.

Affentheater.

Heut zupft und färbt und waxed den Po
sich manch kokett’ Schimpanse,
man muss auch nicht mehr in den Zoo
will man den Aff’ sich ansehn.

Er stemmt Gewichte, schwitzt und stöhnt
im Gym und auf der Matte
und wenn er sich die Locken föhnt
kriegt er eine, äh, trinkt er Matcha Grüntee Latte.

Ins Büro fährt er – bluttrasiert –
auf einem teuren Fixie,
mit Zehennägeln frisch poliert
im Salon von der Trixie.

Essen tut der Aff vegan:
viel Früchte, Nüsse, Samen.
Und wenn er mal nicht scheissen kann,
schiebt er’s auf die Bananen.

Er kopuliert nur halb so oft
wie früher noch im Busche
und tut er’s doch mal unverhofft
dann braucht er erst ’ne Dusche.

Hach, wär der Aff doch wieder Mann
mit handwerklich Geschicken,
der eine Frau beschützen kann
und Lattenzäune flicken!

Der grunzt und furzt und lacht und schweigt
mit Schwielen an den Händen,
mit wildem Haar und Achselschweiss
und ausgebeulten Hemden.

Ein charakterstarker Karnivor
kein affiges Dublettchen,
so stell ich mir ein Mannsbild vor
welches ich gerne hätte.