Schlafstörungen, Lieblingsworte und eine tote Insel.

Es ist 06:47 Uhr und ich sitze mit meinem Computer im Bett, neben mir dampft es aus einer Tasse Kaffee und ich denke über mein Schlafverhalten nach. Seit einiger Zeit erwache ich mitten in der Nacht. Das stört mich nicht, denn in diesen wachen Stunden bin ich oftmals sehr kreativ. Aufzustehen um zu Schreiben widerstrebt mir jedoch, denn ich glaube, dass nächtliches Schreiben denjenigen Schriftstellern vorbehalten ist, welche am Tag schlafen oder trinken.

Meine Gedanken drehen sich nun um Sprache, Wortverliebtheit und Lieblingsworte. Zurzeit gefällt mir das Wort «Strapazen». Nicht dass ich es sehr oft brauchen würde, ich finde es einfach toll, denn es passt phonetisch perfekt zu seiner Bedeutung. Dieses zweite «A», geschmeidig und dehnbar wie gut trainierte Kreuzbänder und dann das fiese «Z», stechend, wie vom Wind über die Haut getriebene Sandkörner.

Und in diesem Zusammenhang nun doch noch eine kurze Zusammenfassung meines geplanten Essays über meine Surfferien in Fuerteventura: Am Ersten meiner zehn eingeplanten Kurstage bin ich panisch vom Surfbrett gesprungen und verletzte mich am Sprunggelenk. Fuerteventura ist eine bodenlos hässliche Insel, vertrocknet, ausladend, tot. Der einzige Grund seine Ferien dort zu verbringen ist die Liebe zum Wind und Wassersport.