Frühlingsputz.

Vor langer Zeit beim Frühlingsputz
da fand ich einen Schniedelwutz.
In einer Ecke ganz versteckt,
fast unsichtbar mit Staub bedeckt
lag er vor mir in grösster Not,
welch schrecklich Anblick er mir bot!

Es ergab mir keinen Sinn.
Wie kam der Schniedelwutz dorthin?
Und warum lag er dort allein?
Das konnte doch nicht wirklich sein!
Und plötzlich dacht ich ganz entsetzt:
Mann hat ihn bei mir ausgesetzt!

Was soll ich tun mit diesem Wicht?
Der Schniedelwutz gehört mir nicht!
Doch liegt er da, allein und schwach,
die Haut ganz fahl, die Atmung flach,
ich muss ihm helfen, so ein Mist,
auch wenn es nicht mein eigner ist!

So hol ich ihn aus seiner Ecke
bette ihn auf eine Decke,
rede ihm beruhigend zu
versprech, dass ich nichts Böses tu,
ich wünsch dass es ihm besser geh,
er von selbst bald wieder steh.

Der Schniedelwutz kommt schnell zu Kräften
dank frischer Luft und grünen Säften.
Heut folgt er mir auf Schritt und Tritt,
und hilft sogar beim Putzen mit.
Er ist mein allergrösstes Glück,
ich hoff Mann will ihn nie zurück!