Hunddersichindenschwanzbeisst.

Ich sitze hier auf einer gepolsterten Holzbank und neben mir liegt eine getigerte Katze. Sie stellt sich tot. Wenn ich sie jedoch sanft anstupse, dann murrt sie ein wenig. Ich stupse sie also ein paar Mal an um herauszufinden wo sie es am wenigsten mag, lasse sie dann aber in Ruhe und tippe weiter. Unmittelbar über der Katze streckt mir eine vorwitzige Palme ihr Blatt ins Gesicht. Im Gegensatz zur Katze bewegt sich das Blatt im Wind. Die Katze hat übrigens ein sehr krummes Hinterbein. Autounfall, schätze ich. Wohl eine der meisten Ursachen für krumme Katzenbeine weltweit.

Hier, etwas ausserhalb von Malaga, scheint die Sonne und es ist warm. Würde dieser hinterhältige Wind nicht durch die Täler pfeifen, wäre es sogar sommerlich warm. Ich bin irgendwo im Nirgendwo, unauffindbar, in einem Yoga-Retreat. Vom Wandern wird hier abgeraten. Denn wer einmal loszieht, der findet garantiert nicht ohne Hilfe eines 50-köpfigen Suchtrupps mit Hunden – die nicht nur nach unten schauen – zurück. Denn der Empfang in diesen Hügeln, die sich alle absolut ähnlich sehen, ist sehr schlecht. So schlecht, dass die Gastgeberin, wenn sie eine Geldüberweisung machen möchte, auf einem Trampolin in die Höhe springen muss um ein Signal einzufangen.

Während die anderen 14 Yoginis nun auf der Plattform dem hinterhältigen Wind die kalten Backen entgegenstrecken und sich in Hunde und Kobras biegen, sitze ich in Gurkenposition im Halbschatten und geniesse den windigen Vormittag in Gesellschaft der Anstups-Katze. Mir ist es zu kalt auf der Plattform. Ich werde so nicht warm mit Yoga. Folglich habe ich das Alternativprogramm gewählt, welches sich nicht minder anstrengend gestaltet, denn an Stelle von Hunden, forme ich Sätze. Und damit man nun nicht denkt ich sei ein fauler Hund der sich vor jeglicher Anstrengung drückt, habe ich mir eine extra schwierige Aufgabe gestellt. Ich werde nun einen Hund-der-sich-in-den-Schwanz-beisst formen. Das ist ähnlich wie in Zungen reden. Also, los!

am anfang braucht es eine idee ist schon mal die halbe miete ist nicht die ganze ist unverschämt hoch wäre der aufwand würde ich hier im dunkeln ein bein brechen im yoga-retreat ist eine wirklich unangenehme angelegenheit um die ambulanz zu rufen müsste jemand mit dem telefon auf dem trampolin springen ist gefährlich wenn man nicht geübt ist bricht man sich womöglich ein bein mehr wäre dann gebrochen also ein weiteres bein zu verarzten nur möglich wäre wenn die ambulanz den weg findet ist das alles kein problem wenn der fahrer sich in den hügeln verirrt sich eine ambulanz mit blaulicht würde sie gesehen könnte man ihr hinterherrennen wäre aber wiederum gefährlich wenn man nicht geübt ist könnte man sich ein bein brechen wäre wirklich eine unangenehme angelegenheit wäre dann ein drittes bein das gebrochen werden könnte es langsam etwas eng werden in der ambulanz welche endlich ankommen würde der arzt beim herausspringen unglücklich fallen und sich auch ein bein brechen wäre es wirklich eine unangenehme angelegenheit den arzt auch noch zu versorgen wären dann also drei beine sind eines zu viele auf einmal zu flicken ist schon ein riesenstress wenn der fahrer der ambulanz aus versehen über die bahre stolpert und sich ein bein bricht die unglückssträhne einfach nicht ab dann muss sie gebrochen werden einfach alle beine und arme ohne welche yoga nicht möglich wäre also auch der hinterfotzige wind egal. Ohmen.

Yoga-Retreats mit Origin8 in der Pampa von Malaga machen nicht nur windfesten Hunden und faulen Katzen Spass!

 

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